„Der beste Weg ist immer das persönliche Gespräch“

Wenn's um WM-Partys in Mietwohnungen geht:


Ab morgen rollt der Fußball bei der WM in Brasilien und nicht nur die Deutschen wollen ihre Mannschaft nach Kräften aus der Ferne unterstützen. Das kann , weil viele Spiele nach hiesiger Zeit erst spät am Abend beginnen, für Unfrieden in Hausgemeinschaften sorgen. Ralf Schönfeld, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland-Pfalz gibt Tipps für Vermieter , die Streit vermeiden möchten.

Herr Schönfeld, damit die Fans richtig feiern können, hat das Bundesumweltministerium extra für die Fußball-WM den Lärmschutz gelockert ...
Schönfeld: ... aber das gilt nur für angemeldete Public Viewings und Gaststätten, die entsprechende Genehmigungen ihrer Kommune haben. Nur dort kann bis tief in die Nacht ausgiebig Party gemacht werden. Für private Wohngebäude dagegen gilt auch während der Fußball-WM unverändert, was in der Hausordnung steht bzw. die gesetzlich festgelegte Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens. In dieser Zeit ist nur Zimmerlautstärke erlaubt. Schließlich müssen ja die meisten von uns weiterhin täglich ganz normal zur Arbeit und sollten ausgeruht sein.

Was können Vermieter tun, die sich Sorgen um das friedliche Miteinander ihrer Mieter machen, weil im Haus zu oft, zu lang oder zu laut WM-Partys gefeiert werden?
Schönfeld: Vermieter sollten zum einen ihre Mieter noch einmal über die grundsätzliche Rechtslage informieren und zum anderen darauf hinwirken, dass sich die Mietparteien untereinander ins Benehmen setzen. Denn viel Ärger lässt sich von vorneherein vermeiden, wenn die Nachbarn ihre Feier-Aktivitäten absprechen und Rücksicht aufeinander nehmen. Zur Information der Mieter empfehlen wir das persönliche Gespräch – das ist sowieso immer der beste Weg. Ist das nicht möglich, können ein freundlich formulierter Aushang oder ein Brief gute Alternativen sein.

Viele Fans tun während der WM ihre Verbundenheit mit einer Mannschaft durch die Balkon-Dekoration kund. Was ist dabei zu beachten?
Schönfeld: Solange die Dekoration keinen Eingriff in die Gebäudesubstanz und keine Beeinträchtigung der Nachbarn darstellt, raten wir Vermietern, Fahnen, Wimpel und sonstige Fanartikel zeitlich befristet für die Dauer der WM einfach zu dulden. Selbst wenn das einheitliche Erscheinungsbild der Fassade grundsätzlich geregelt ist, sollte es Mietern im Rahmen eines solch populären Turniers gestattet sein, ihrer persönlichen Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Für Vermieter ist wichtig, dass sie Mieter auf deren Sicherungspflicht hinweisen. Wie anderer Balkonschmuck auch, müssen alle Teile der WM-Dekoration solide und vor allem witterungsfest angebracht sein. Bei Detailfragen zur Zulässigkeit helfen die Rechtsberater in den Haus & Grund Ortsvereinen gerne weiter.

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