Wer richtig heizt und lüftet, spart Energie und senkt die Gefahr von feuchten Wänden und gefährlichem Schimmelbefall deutlich

Haus & Grund Rheinland-Pfalz gibt Tipps


Richtiges Heizen und Lüften ist gerade jetzt im Winter wichtig. Sonst steigt der Energieverbrauch und es drohen nasse Wände und gesundheitsgefährdender Schimmelpilzbefall. „Dabei ist richtiges Heizen und Lüften gar nicht so schwer“, versichert Ralf Schönfeld, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland-Pfalz. Für Mieter wie selbstnutzende Eigentümer hat er die wichtigsten Regeln zusammengestellt.

Regelmäßig lüften: Mindestens zweimal – besser viermal am Tag – sollte die Wohnung gelüftet werden, damit die Feuchtigkeit hinausgelangt. Besonders wichtig ist das morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen, weil die Luft dann besonders feucht ist. Zusätzlich sollte nach dem Duschen, Baden, Kochen oder Bodenwischen kurz (bei geschlossener Zimmertüre) stoßgelüftet werden.

Richtig lüften: Beim Lüften sollten alle Fenster für zehn bis 15 Minuten (bei Temperaturen um den Gefrierpunkt reichen auch fünf Minuten) komplett geöffnet werden. So tauscht sich die Luft schnell aus, ohne dass (wie bei Fenstern auf Dauerkippstellung) die Wände auskühlen. Während des Lüftens den Heizkörper ganz ausdrehen.

Angemessen heizen: In allen ungenutzten Räumen einer Wohnung sollte es auch im Winter wenigstens 14 bis 16 Grad warm sein. Für den Wohnbereich und die Küche werden 18 bis 21 Grad empfohlen, für das Schlafzimmer 17 bis 18 Grad und für das Bad 20 bis 23 Grad.
Geheizt werden sollte direkt (und nicht per geöffneter Tür aus dem Nebenraum mit). Tagsüber kann die Heizung bei Abwesenheit gedrosselt werden, sollte aber nicht ganz ausgestellt werden, weil sonst die Wände auskühlen. Herunter- statt Ausdrehen empfiehlt sich auch bei Abwesenheit für ein ganzes Wochenende.

Effektiv heizen: Damit die Heizung ihre Wirkung voll entfalten kann, sollte der Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Möbelstücke verdeckt oder zugestellt sein. Wer das noch nicht getan hat, sollte die Heizkörper zudem entlüften.

Richtige Luftfeuchtigkeit: Die Schimmelgefahr steigt bei einer Luftfeuchte von 60 und mehr Prozent stark an. Das sollte mit einem Hygrometer gemessen werden. Diese kleinen Geräte kosten nicht viel und sind eine große Hilfe. Tabu sein sollte im Winter wegen der Luftfeuchtigkeit Wäschetrocken auf dem Ständer in der Wohnung. Viel besser ist das Trocknen im Wäschetrockner oder zumindest im Keller.

Immer wieder kommt es zwischen Vermieter und Mieter wegen Schimmelbefall zum Streit. Oft würde richtiges Lüften schon reichen. „Geben Sie diese Tipps darum auch an Ihre Mieter weiter“, rät Schönfeld. Nutzt das nichts, hilft – wie bei allen Problemen rund um die eigene Immobilie – eine Mitgliedschaft im Haus & Grund Verein vor Ort. Dort erhalten Mitglieder übrigens auch eine kostenlose Rechtsberatung.

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